Sonographie des Bewegungsapparates – Muskeln, Sehnen, Bänder & Gelenke

Zur schonen, strahlungsfreien Untersuchung des Bewegungsapparates habe ich mich in der Sonographie fortgebildet, um Ihnen eine möglichst direkte, umfangereiche Diagnostik zu ermöglichen. 

Insbesondere bei Sporveletzungen von Muskel und Sehnen hat die Sonographie einen großen Stellenwert. 

Was wird untersucht?

Mit der Sonographie können unter anderem folgende Strukturen beurteilt werden:

  • Muskeln – z.B. Einblutungen, Risse, Narben, Muskelverletzungen

  • Sehnen – Reizungen, Teilrisse, Verdickungen, Sehnenscheidenentzündungen

  • Bänder – Überdehnungen, Bandverletzungen, Instabilitäten

  • Gelenke – Ergüsse, Entzündungszeichen, Veränderungen der Gelenkkapsel

  • oberflächliche Schleimbeutel und Weichteilstrukturen

Typische Fragestellungen

Die Sonographie des Bewegungsapparates kommt z.B. zum Einsatz bei:

  • akuten oder chronischen Muskelschmerzen und Verdacht auf Muskelverletzung

  • Schmerzen im Bereich von Sehnenansätzen (z.B. Schulter, Achillessehne, Knie)

  • Bandverletzungen nach Umknicktrauma oder Verdacht auf Instabilität

  • Schwellungen, tastbaren Knoten oder unklaren Weichteilveränderungen

  • Gelenkbeschwerden mit Verdacht auf Erguss oder entzündliche Veränderung

Je nach Befund kann die Ultraschalluntersuchung helfen, die Ursache der Beschwerden einzugrenzen und weitere Schritte gezielt zu planen.

 

Vorteile der Sonographie

Die Sonographie bietet im orthopädischen Alltag mehrere Vorteile:

  • strahlenfrei und schonend

  • Untersuchung in Echtzeit und unter Bewegung möglich (dynamische Beurteilung)

  • unmittelbare Besprechung der Bilder im Gespräch

  • gut geeignet für Verlaufsbeurteilungen (z.B. Heilungsverlauf einer Sehnen- oder Muskelverletzung)

Gerade bei Beschwerden, die vor allem Muskeln, Sehnen und Bänder betreffen, ist der Ultraschall oft ein sehr hilfreiches diagnostisches Werkzeug.

 

Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung erfolgt im Sitzen oder Liegen, abhängig von der betroffenen Region:

  1. Zunächst erfolgt ein Gespräch zu den aktuellen Beschwerden.

  2. Das entsprechende Areal wird mit Ultraschallgel versehen.

  3. Die Strukturen werden mit dem Schallkopf in verschiedenen Ebenen und – falls sinnvoll – auch unter Bewegung dargestellt.

  4. Im Anschluss bespreche ich mit Ihnen die wesentlichen Befunde und deren Bedeutung für die weitere Behandlung. 

Ein Baustein der orthopädischen Diagnostik

Die Sonographie des Bewegungsapparates ist ein wichtiger Baustein der orthopädischen Diagnostik, ersetzt aber nicht in allen Fällen andere bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder CT. In meiner Praxis nutze ich sie deshalb:

  • zielgerichtet, wenn Weichteilstrukturen im Vordergrund stehen,

  • ergänzend zur körperlichen Untersuchung,

  • und intergriert in ein individuelles, konservatives Behandlungskonzept.